AKTUELLE PROJEKTE
   

Vorgeschichtliche Befestigungen auf dem Rosenstein und seinen Nachbarbergen, Gde. Heubach, Ostalbkreis
Sowohl der markante Rosenstein als auch seine Nachbarhöhen Hochberg und Mittelberg tragen die mächtigen Ruinen vorgeschichtlicher Abschnittsbefestigungen und Ringwälle. Es scheint sich um Elemente eines vielgliedrigen Verteidigungssystems gehandelt zu haben, das die Rosenstein-Randhöhen gegen die südlich gelegene Hochfläche des Albuchs deckte. Trotz einiger Forschungsunternehmungen im frühen 20. Jahrhundert steht man an der eindrucksvollen Stätte nach wie vor auf archäologischer terra incognita. Das Projekt will das geschichtsträchtige Areal um den Heubacher Hausberg wieder in den Fokus der Forschung rücken: durch gezielte Grabungen und flächige Prospektionen im Gelände soll die Grundlagenarbeit geleistet werden, die ein tieferes Verständnis des bemerkenswerten Kulturerbes ermöglicht.


 

Alpenpanorama für die Heuneburg
Mit dem Alpenpanorama und einem fest installierten Fernrohr soll den Besuchern des frühkeltischen Fürstensitzes Heuneburg die Möglichkeit gegeben werden, wichtige geographische Punkte und archäologische Denkmale in der näheren und weitere Umgebung der Heuneburg zu entdecken.


 

Professionelle Fotodokumentation der Taucharchäologie
Die Archive der Taucharchäologen enthalten bereits viele tausend Grabungsfotos unter Wasser, aber dies sind in der Regel meist Detailaufnahmen, wohingegen größere Übersichten meist schon an der ungenügenden Kameraausrüstung und an den schwierigen Sichtverhältnissen im Flachwasser scheiterten. Geplant ist daher die professionelle fotografi sche und fi lmische Dokumentation der taucharchäologischen Arbeiten über mehrere Wochen.
Finanzbedarf 20.000 €


 



VERWIRKLICHTE PROJEKTE
   

Eine Herkulesstatue aus der Sol-Villa im römischen Rottweil Für die Anlage eines neuen Gehweges im Bereich der römischen Zivilstadt in Rottweil- Altstadt wurde im Jahr 2014 auch das Areal der sogenannten Sol-Villa im Zentrum des Municipiums Arae Flaviae tangiert. Im rückwärtigen Teil der ehemaligen Insula wurde ein Hof- oder Gartenbereich angeschnitten, wobei sich neben einer fünfeckigen Säulenbasis auch mehrere Bruchstücke einer unterlebensgroßen Herkulesstatue fanden. Die acht größeren Fragmente umfassen den Oberkörper, Oberarme und Beine sowie einen Löwenkopf und Teile eines Felsens.
Die Rekonstruktion, Montage und Aufstellung im Museum wurde mit 3.500,00 € gefördert.


 

Römisches Grabensystem in Köngen, Kreis Esslingen
Bei Grabungen zwischen 1977 und 1993 wurden auf dem Siedlungsgebiet des Vicus Grinario Teilstücke eines Grabens nachgewiesen. Ziel der Bearbeitung ist es, einen neuen Gesamtplan zu erstellen, in dem sämtliche Befunde eingezeichnet sind.


 

Als im Jahre 1952 in Heidelberg-Handschuhsheim nahe des rechten Neckarhochufers mit dem Bau des städtischen Schwimmbads begonnen wurde, konnte Berndmark Heukemes eine alturnenfelderzeitliche Siedlung erfassen.
Mit der Vorlage des Siedlungsmaterials kann erstmalig ein größerer Fundkomplex dieser Zeit aus dem engeren Neckarmündungsgebiet vorgestellt werden, auch können bislang hierzu in der Literatur getroffene Aussagen korrigiert werden.
Für die wissenschaftliche Bearbeitung des Siedlungsmaterials besteht ein Bedarf von 5.000 €.


 

Wissenschaftliche Aufarbeitung des römischen Welzheim für neue Dauerausstellung
Das am Welterbe Obergermanischer Limes gelegene Welzheim besaß eine bedeutende römische Vergangenheit. Das belegen drei Militärlager, eine Zivilsiedlung und ein Gräberfeld. Die Römerabteilung im städtischen Museum soll grundlegend umgebaut und vergrößert werden, die Ergebnisse und Funde der jüngsten Grabungen im Reiterlager sollen angemessen präsentiert werden.
Für die wissenschaftliche Aufbereitung besteht ein Finanzbedarf von 20.000 €.


 

Grab einer Ärztin
Das römische Gräberfeld von Heidelberg erstreckte sich auf einer Länge von 450 m beiderseits der römischen Fernstraße. Mit 1400 Gräbern aus dem 1. und 2.Jh. n. Chr. ist es eines der größten im römischen Deutschland. Für die gesamte museale Aufbereitung sind insgesamt 20.000 € notwendig. In einem ersten Schritt soll die als „Medica von Heidelberg“ in der Literatur bekannt gewordene Bestattung einer jungen Frau ausgestellt werden. Dank ihrer Grabbeigaben konnte nämlich der Beruf der Römerin rekonstruiert werden: Sie wirkte als Ärztin in der germanischen Provinz.
Für die Museumspräsentation der jungen Ärztin sind Spenden in Höhe von 10.700 Euro eingegangen.


 

Zu den bedeutendsten Zeugnissen römischer Zeit in Baden-Württemberg gehört der Forum-Basilika-Komplex von Ladenburg-Lopodunum, der die Entwicklung vom Militärstützpunkt zum zivilen Verwaltungszentrum widerspiegelt. Teile der Basilika wurden im Mittelalter in die St. Galluskirche einverleibt. Weitere Reste kamen in den letzten Jahrzehnten bei Ausgrabungen zutage. Oberirdisch ist hingegen nichts mehr erhalten. Um die im mittelalterlich geprägten Stadtbild heute kaum mehr nachvollziehbare Lage, Form und Monumentalität der Forumsanlage ins Gedächtnis zu rufen, wird eine auch für ein breites Publikum verständliche 3D-Nachbildung des antiken Stadtzentrums von Ladenburg angefertigt.
Mit einer Spende über 5.000 € kann das Projekt zusammen mit der Stadt Ladenburg und dem Ladenburger Heimatbund verwirklicht werden und wird voraussichtlich Anfang 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt.


 

Das Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Uni Tübingen hat zwischen 2000 und 2005 systematische Ausgrabungen auf der Achalm, einem der Schwäbischen Alb vorgelagerten Zeugenberg im Stadtgebiet von Reutlingen, durchgeführt. Dabei konnte auf einer unterhalb des Gipfels gelegenen Siedlungsterrasse neben Befestigungsanlagen eine eindrucksvolle Siedlungsstratigraphie mit getrennten Schichtkomplexen der späten Urnenfelderzeit, der Späthallstatt- und der Frühlatènezeit dokumentiert werden. Die erhobenen archäologischen Befunde und Funde sind in mehreren größeren Vorberichten vorgelegt worden. Eine Gesamtvorlage des Fundmaterials steht noch aus.


 

Die Heuneburg wurde um 600 v. Chr. von den frühen Kelten gegründet und kann als älteste stadtartige Siedlung nördlich der Alpen gelten. Archäologische Ausgrabungen haben erwiesen, dass die Heuneburg nach griechischem Vorbild eine vollkommen ungewöhnliche Burgbefestigung aus kalkverputzten Lehmziegeln war. Da sich von den Bauwerken obertägig kaum sichtbare Spuren erhalten haben, ist die Vermittlung schwierig. Aus diesem Grund soll die Architektur der Heuneburg durch begehbare 3D-Rekonstruktion nach wissenschaftlichen Kriterien einer breiten Öffentlichkeit vor Ort, aber auch via Internet und in Sonderausstellungen näher gebracht werden.
Spendensumme: 11.200 Euro

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Bemalter Wandputz aus der römischen Villa in Heitersheim:
Die Ausgrabungen des Kellers im Villenhauptgebäude erbrachten zahlreiche Fragmente polychromer Wandmalerei. Deren Aufarbeitung erwies, dass diese neben floraler Bordürenmalerei unterschiedlicher Muster Szenen aus dem dionysischen Umkreis mit halblebensgroßen menschlichen Darstellungen zeigen. Fraglos lohnt es sich hier, ausgewählte Einzeldarstellungen zu konservieren, um sie in Tableaus montiert, der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Spendensumme: 10.500 Euro


 

Was geschah im Kraichgau und den angrenzenden Gebieten nachdem die Römer den Limes aufgaben? Durch neueste archäologische Funde lässt sich heute im ehemaligen Limesgebiet eine germanisch geprägte, sogenannte frühalamannische Folgebesiedlung nachweisen. Ziel der Dissertation zum Thema „Frühalamannische Siedlungsspuren zwischen Rhein, Neckar und Enz“ am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg ist es, eine Besiedlungsgeschichte des 3. bis 5. Jh. n. Chr. für die bearbeitete Region vorzulegen.
Spendensumme: 6.225 Euro