AKTUELLE PROJEKTE
   

Wissenschaftliche Aufarbeitung des römischen Welzheim für neue Dauerausstellung
Das am Welterbe Obergermanischer Limes gelegene Welzheim besaß eine bedeutende römische Vergangenheit. Das belegen drei Militärlager, eine Zivilsiedlung und ein Gräberfeld. Die Römerabteilung im städtischen Museum soll grundlegend umgebaut und vergrößert werden, die Ergebnisse und Funde der jüngsten Grabungen im Reiterlager sollen angemessen präsentiert werden.
Für die wissenschaftliche Aufbereitung besteht ein Finanzbedarf von 20.000 €.


 

Ausgrabungen auf dem Mauracher Berg in Denzlingen
1497 wurde auf dem Mauracher Berg eine Wallfahrtskirche St. Severin errichtet, deren Ruine noch heute dort steht. Eine Georadarprospektion ergab steinerne Fundamente eines massiven, saalartigen Großbaus unter dem gotischen Kirchengebäude. Worum es sich dabei handelt ist unklar und soll durch begrenzte archäologische Ausgrabungen ermittelt werden. Bei hinreichenden Befunden wird daraus ein mittelalterarchäologisches Forschungsprojekt entwickelt.
Finanzbedarf: 8000 Euro für einen örtlichen Ausgrabungsleiter (aus dem Kreis der Studierenden) sowie kleinere Unkosten.


 

Professionelle Fotodokumentation der Taucharchäologie
Die Archive der Taucharchäologen enthalten bereits viele tausend Grabungsfotos unter Wasser, aber dies sind in der Regel meist Detailaufnahmen, wohingegen größere Übersichten meist schon an der ungenügenden Kameraausrüstung und an den schwierigen Sichtverhältnissen im Flachwasser scheiterten. Geplant ist daher die professionelle fotografi sche und fi lmische Dokumentation der taucharchäologischen Arbeiten über mehrere Wochen.
Finanzbedarf 20.000 €


 

Grab einer Ärztin
Das römische Gräberfeld von Heidelberg erstreckte sich auf einer Länge von 450 m beiderseits der römischen Fernstraße. Mit 1400 Gräbern aus dem 1. und 2.Jh. n. Chr. ist es eines der größten im römischen Deutschland. Für die gesamte museale Aufbereitung sind insgesamt 20.000 € notwendig. In einem ersten Schritt soll die als „Medica von Heidelberg“ in der Literatur bekannt gewordene Bestattung einer jungen Frau ausgestellt werden. Dank ihrer Grabbeigaben konnte nämlich der Beruf der Römerin rekonstruiert werden: Sie wirkte als Ärztin in der germanischen Provinz.
Für die Museumspräsentation der jungen Ärztin werden 5.000 € benötigt.


 

Als im Jahre 1952 in Heidelberg-Handschuhsheim nahe des rechten Neckarhochufers mit dem Bau des städtischen Schwimmbads begonnen wurde, konnte Berndmark Heukemes eine alturnenfelderzeitliche Siedlung erfassen.
Mit der Vorlage des Siedlungsmaterials kann erstmalig ein größerer Fundkomplex dieser Zeit aus dem engeren Neckarmündungsgebiet vorgestellt werden, auch können bislang hierzu in der Literatur getroffene Aussagen korrigiert werden.
Für die wissenschaftliche Bearbeitung des Siedlungsmaterials besteht ein Bedarf von 5.000 €.


 

Seit 1979 wird die römische Gutsanlage von Hechingen-Stein archäologisch erforscht. Die Anlage erfreut sich heute als Freilichtmuseum einer großen Beliebtheit. In den letzten Jahren wurden weitere Gebäude ausgegraben.
Für Zeichnungen der Funde von Gebäude H werden 5.000 € benötigt.


 

Gegenwärtig wird in Neuenstadt a. Kocher ein ungewöhnlich gut erhaltener römischer Tempel freigelegt. Es ist das zentrale Heiligtum der antiken Stadt, die bis heute auf freiem Feld unter Äckern liegt. Es ist geplant, die Ruinen unter einem Schutzbau zu konservieren und in einem Archäologiepark der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Finanzbedarf ab 1.000 €.


 






VERWIRKLICHTE PROJEKTE
   

Die Heuneburg wurde um 600 v. Chr. von den frühen Kelten gegründet und kann als älteste stadtartige Siedlung nördlich der Alpen gelten. Archäologische Ausgrabungen haben erwiesen, dass die Heuneburg nach griechischem Vorbild eine vollkommen ungewöhnliche Burgbefestigung aus kalkverputzten Lehmziegeln war. Da sich von den Bauwerken obertägig kaum sichtbare Spuren erhalten haben, ist die Vermittlung schwierig. Aus diesem Grund soll die Architektur der Heuneburg durch begehbare 3D-Rekonstruktion nach wissenschaftlichen Kriterien einer breiten Öffentlichkeit vor Ort, aber auch via Internet und in Sonderausstellungen näher gebracht werden.
Spendensumme: 11.200 Euro

Loading the player ...


 


Bemalter Wandputz aus der römischen Villa in Heitersheim:
Die Ausgrabungen des Kellers im Villenhauptgebäude erbrachten zahlreiche Fragmente polychromer Wandmalerei. Deren Aufarbeitung erwies, dass diese neben floraler Bordürenmalerei unterschiedlicher Muster Szenen aus dem dionysischen Umkreis mit halblebensgroßen menschlichen Darstellungen zeigen. Fraglos lohnt es sich hier, ausgewählte Einzeldarstellungen zu konservieren, um sie in Tableaus montiert, der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Spendensumme: 10.500 Euro


 

Was geschah im Kraichgau und den angrenzenden Gebieten nachdem die Römer den Limes aufgaben? Durch neueste archäologische Funde lässt sich heute im ehemaligen Limesgebiet eine germanisch geprägte, sogenannte frühalamannische Folgebesiedlung nachweisen. Ziel der Dissertation zum Thema „Frühalamannische Siedlungsspuren zwischen Rhein, Neckar und Enz“ am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg ist es, eine Besiedlungsgeschichte des 3. bis 5. Jh. n. Chr. für die bearbeitete Region vorzulegen.
Spendensumme: 6.225 Euro