Römerpark Köngen

Der Römerpark in Köngen spielt für die Vermittlung des kulturellen Erbes der Gemeinde und des Landes eine wichtige Rolle, dies umso mehr als dem Kastellplatz Köngen eine wichtige landes- und forschungsgeschichtliche Rolle zukommt und der Platz als Denkmal von besonderer Bedeutung (§12 DSchG BW) ins Denkmalbuch eingetragen ist.
Die rund 30 Informationstafeln im Römerparkgelände sind größtenteils in einem sehr schlechten, teilweise sogar unleserlichen Zustand und müssen dringend ersetzt werden (siehe beiliegendes Beispielfoto). Eine Überarbeitung der Texte und Abbildungen ist notwendig.
Durch ein zeitgemäßes Design und Layout soll zudem die Attraktivität des Parks gesteigert werden.
Der Schwäbische Albverein ist hierbei auf die  Unterstützung von externen Geldgebern angewiesen; Seitens der fachlichen Durchführung und Umsetzung bestehen laufende und enge Kontakte mit der Landesdenkmalpflege.

Die Förderstiftung unterstützt das Projekt mit 8.000 €


Hechingen Stein - Aufarbeitung der Funden von 1992 bis 2017

- Aufnahme und Kurzbestimmung aller unpublizierten römischen Metall- und Beinfunde (Münzen, Schmuck, Geräte usw.), Aufnahme und Bestimmung der datierungsrelevanten Feinkeramik (TS, „Firnisware“), übrige Keramik über Typentafeln (in Anlehnung an S-L. und F.T.).

- Detaillierte Vorlage der geschlossenen Fundkomplexe „Brandschicht H“ und „Zerstörungshorizont Eckturm“ sowie mögliche Weihefunde

- Erstellung eines Kataloges mit kurzer, zusammenfassender Auswertung des Bestandes seit 1992.

- Publikationsreife Ausarbeitung der Fundokumentation Bau G

- Zeichen- und Fotoarbeiten mit Konzentration auf die angeführten Hauptbefunde und ausgewählte übrige Stücke.

Fördersumme 31.000 €

Aufarbeitung Fundstellenkatalog Lauffen

Karl Schäffer ist zu verdanken, dass von der Lauffener Gemarkung mittlerweile rund 200 Fundstellen von der Jungsteinzeit bis ins ausgehende Mittelalter bekannt geworden sind. Schäffers Feldforschung bezog sich vor allem auf Lauffen am Neckar und die umliegenden Gemeinden, wobei seine hervorragende Geländekenntnis und sein ausgeprägter Spürsinn entscheidend zur Entdeckung zahlreicher bedeutender Fundstellen beitrugen. Zu diesen gehören z.B. das Michelsberger Erdwerk von Ilsfeld, der römische Gutshof von Lauffen  sowie die beiden bekannten frühalamannischen Frauengräber. Obwohl selbst kein Wissenschaftler, war er sich stets der wissenschaftlichen Bedeutung seiner umfangreichen und breitgefächerten Sammlung bewusst und stellte sie jederzeit für Materialaufnahmen zur Verfügung;  zuletzt geschah dies zusammenfassend für die vorgeschichtlichen Epochen in einer Dissertation.

Auch nach über 20 Jahren ist es ein Desiderat, den Fundstellenkatalog der Fachwelt zugänglich zu machen. Der Katalog stellt die Früchte kontinuierlicher, systematischer und langjähriger Begehungen dar. Exemplarisch sei die große Zahl von Neuentdeckungen in einem ausgedehnten Rebflurbereinigungsgebiet im Osten der Lauffener Gemarkung genannt.

Der 190 Seiten umfassende Katalog muss wissenschaftlich und redaktionell überarbeitet und um neu hinzu gekommene Fundstellen ergänzt werden. Zu überprüfen ist die Fundansprache, neuere Literatur muss nachgetragen und ein Abgleich mit der archäologischen Datenbank durchgeführt  werden. Zudem muss der mit 147 Tafeln umfangreiche Tafelteil (im Format DIN A2 geklebte Fundtafeln, deren Einzelabbildungen sich bereits abzulösen beginnen) gescannt, überarbeitet und entsprechend den Vorgaben der Redaktion montiert werden. Eine Reihe von Abbildungen aus dem Auswertungsteil der Arbeit (Luftbilder und andere Fotos) sollen in den Katalog übernommen werden.

Da seinerzeit die Fundstellenkartierung mit Klebepunkten auf Kopien der Topographischen Karte vorgenommen wurde, ist auch hier eine umfassende Überarbeitung der insgesamt 15 Karten notwendig. Für den Druck sollen GIS-basierte Karten erstellt werden.

Förderbedarf: 34.000 €.

Paläolithische Besiedlung des süddeutschen Freilands

In den vergangenen Jahrzehnten lag der Fokus der altsteinzeitlichen Archäologie in Südwestdeutschland auf den zahlreichen Höhlenfundstellen der Schwäbischen Alb. Im Zuge eines Projekts von Prof. Dr. Harald Floss, Eberhard Karls Universität Tübingen, soll die paläolithische Besiedlung des süddeutschen Freilands genauer erfasst werden. Das Arbeitsgebiet umfasst dabei hauptsächlich die Schwäbische Alb und deren Umland.


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​Vorgeschichtliche Befestigungen auf dem Rosenstein und seinen Nachbarbergen, Gemeinde Heubach, Ostalbkreis

Sowohl der markante Rosenstein als auch seine Nachbarhöhen Hochberg und Mittelberg tragen die mächtigen Ruinen vorgeschichtlicher Abschnittsbefestigungen und Ringwälle. Es scheint sich um Elemente eines vielgliedrigen Verteidigungssystems gehandelt zu haben, das die Rosenstein-Randhöhen gegen die südlich gelegene Hochfläche des Albuchs deckte. Trotz einiger Forschungsunternehmungen im frühen 20. Jahrhundert steht man an der eindrucksvollen Stätte nach wie vor auf archäologischer terra incognita. Das Projekt will das geschichtsträchtige Areal um den Heubacher Hausberg wieder in den Fokus der Forschung rücken: durch gezielte Grabungen und flächige Prospektionen im Gelände soll die Grundlagenarbeit geleistet werden, die ein tieferes Verständnis des bemerkenswerten Kulturerbes ermöglicht.


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