Bocksteinhöhle Öllingen - Felsberäumung/Felsentfernung

Der Eigentümer des Kulturdenkmals von besonderer Bedeutung Bockstein, die Gemeinde Öllingen, plant Maßnahmen zur Sicherung der einsturzgefährdeten Felskulisse im nordwestlichen Bereich der Bocksteinhöhle. Die Höhle befindet sich im Besitz der Gemeinde Öllingen und ist Teil des "UNESCO-Welterbes Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.

Um die Gefahr eines Einsturzes des Kulturdenkmals abschätzen zu können, erfolgte eine geotechnische Untersuchung durch das Institut für Geotechnik der Universität Stuttgart. Das Gutachten legt eine Beräumung des Schutts und eines Kalksteinblocks nahe, da dieser nur auf drei Punkten aufliegt und in die Höhle stürzen könnte.
 

Es liegt also eine erhebliche Gefährdung des Kulturdenkmals vor. Die Gemeinde Öllingen ist sehr finanzschwach und kann aus eigenen Mitteln die Kosten für die Felssicherung von 76.647,90 € nicht alleine tragen. Auch wenn das Land 85% der förderfähigen Kosten übernimmt, kann die Gemeinde den Eigenanteil nicht aufbringen. Die Förderstiftung hat eine Unterstützung in Höhe von 8.500 € zugesagt.

Der „Hofer Bron"- Wolfsgrube oder Brunnen? Citizens sience Untersuchungen zur historischen Kulturlandschaft bei Gündringen, Stadt Nagold

Gemeinsam Kulturlandschaft erforschen - Ehrenamtliche und Wissenschaftler erforschen ein Bodendenkmal der besonderen Art und machen es der Öffentlichkeit zugänglich. Der „Hofer Bron"(Gemeinde Gündringen, Stadt Nagold) war bis zur Wiederentdeckung während der Kleindenkmalerfassung (2012-14) vollkommen unbekannt. Alter und Funktion des vier Meter tiefen ausgemauerten Schachtes in hervorragendem Erhaltungszustand geben Rätsel auf. Die Deutung als Brunnen erscheint aufgrund der hydrologischen Situation auf der Hochfläche unwahrscheinlich, vielmehr steht eine der selten überlieferten Wolfsfanganlagen zur Diskussion. Zur Klärung ist eine archäologische Lehrgrabung des Lehrstuhls für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit der Universität Bamberg geplant unter der Leitung von Prof. Dr. Rainer Schreg und Dr. des. Iris Nießen. Die wissenschaftliche Aufarbeitung wird gewährleistet und die Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit durch den Einbezug in einen Wanderweg und Infotafeln gestaltet.

Förderbedarf: 17.135,60 €

​Vorgeschichtliche Befestigungen auf dem Rosenstein und seinen Nachbarbergen, Gemeinde Heubach, Ostalbkreis

Sowohl der markante Rosenstein als auch seine Nachbarhöhen Hochberg und Mittelberg tragen die mächtigen Ruinen vorgeschichtlicher Abschnittsbefestigungen und Ringwälle. Es scheint sich um Elemente eines vielgliedrigen Verteidigungssystems gehandelt zu haben, das die Rosenstein-Randhöhen gegen die südlich gelegene Hochfläche des Albuchs deckte. Trotz einiger Forschungsunternehmungen im frühen 20. Jahrhundert steht man an der eindrucksvollen Stätte nach wie vor auf archäologischer terra incognita. Das Projekt will das geschichtsträchtige Areal um den Heubacher Hausberg wieder in den Fokus der Forschung rücken: durch gezielte Grabungen und flächige Prospektionen im Gelände soll die Grundlagenarbeit geleistet werden, die ein tieferes Verständnis des bemerkenswerten Kulturerbes ermöglicht.


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